Phoenix canariensis – Kanarische Palme
Phoenix canariensis symbolisieren die Inseln. In La Gomera wurde durch die Produktion von Palmenhonig eine enge Verbindung zu ihnen aufgebaut.

 

Eine Kurzgeschichte der Palmhonigproduktion
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Es ist spät, die Sonne geht bereits langsam unter, die Luft ist schon frisch. Ich bereite mich darauf vor, die Guarapera-Palmen zu besteigen. Auf die Palme zu klettern ist an sich eine Kunst, man muss sehr vorsichtig sein um sich nicht an den scharfen Blättern in der Nähe des Stammes zu schneiden. Ich erinnere mich an die ersten Male, als meine Hände beim Klettern noch schweißnass waren. Jetzt ist es anders, ich klettere agil, die Bienen sind meine Freunde, ich störe sie nicht und sie stören mich auch nicht. Ich gehe ohne Schwierigkeiten von einer Palme zur anderen.
Am Kopf der Palme angekommen, nehme einen Meißel und fange an den Kopf der Palme zu beschneiden um an den süßlichen Saft der Palme (Guarapo) zu gelangen. Für den Schnitt des Palmenkopfes hat jeder Palmenkletterer seinen ganz persönlichen Stil entwickelt, ich bin sehr stolz auf meinen, er ist sehr effektiv und lässt den Palmenkopf wie eine wunderschöne Zeichnung aussehen.
Nachdem ich vollständig den trockenen Teil des Palmenkopfes beschnitten habe, beginnt der Guarapo langsam auszutreten. Um den Guarapo aufzufangen stelle ich einen Eimer unter die Stelle und überprüfe, ob er sicher steht. Einmal habe ich all den süßen Guarapo verloren, da ich den Eimer nicht richtig befestigte. Seither prüfe ich die Sicherheit des Eimers nochmals bevor ich die Palme verlasse.
Innerhalb dieser Nacht wiederhole ich den Vorgang für drei weitere Palmen.
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Am kommenden Morgen verlasse ich das Haus noch vor Sonnenaufgang, zu dieser Zeit ist die Luft immer noch herrlich frisch. Ich beginne den Guarapo der Palmen einzusammeln, ganze acht Liter pro Palme sind letzte Nacht zusammengekommen. Ich probiere ein bisschen des süßen Guarapo, der am Morgen der Ernte am besten schmeckt.
Einen Teil der Ernte werde ich für Pedro zurückhalten, er möchte sicher etwas für seinen Kiosk. Die nächsten Feste stehen bereits vor der Tür und immer mehr seiner Kunden interessieren sich für den süßen Guarapo und möchten ihn probieren. Den restlichen Guarapo werde ich einkochen bis er die ideale Viskosität erreicht hat, als Ergebnis erhalte ich den Palmenhonig.
Auch wenn es bereits Fabriken gibt, die Palmhonig herstellen, ist der Prozess den Guarapo zu erhalten komplett manuell. Aus diesem Grund sollten wir ihn als die Handwerkskunst schätzen, die er ist.
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Fabrik: Cubaba
Museum: Casa de la Miel de Palma

 

Special thank you to Kathi for proof-reading this article!

 

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